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Seit Jahrzehnten beweisen Managed Futures ihre Stärke, nicht nur bei steigenden, sondern auch bei fallenden Märkten eine Rendite für die Anleger erzielen zu können. Als Beimischung optimieren sie nachweislich ein klassisches Depot bestehend aus Aktien und Anleihen. Zuletzt haben Sie Ihre Stärke in der Corona-Krise bewiesen. Wir möchten diesen neuerlichen Beweis der Leistungskraft von Managed Futures zum Anlass nehmen und Ihnen an sechs Freitagen diese Anlageklasse – jeweils mit einem anderen Aspekt – näherbringen.

Freitag, der 19. Juni 2020:

Was sind Managed Futures?

Die Ursprünge von Managed Futures

Managed Futures gehen auf den Terminhandel mit Rohstoffen zurück. Bei einem Termingeschäft oder so genannten Futures-Kontrakt wird eine Ware, die nach Menge, Qualität und Liefertermin genau definiert und standardisiert ist, zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft (also auf Termin) zu einem festen Wert gekauft oder verkauft. Gleichzeitig haben Termingeschäfte für den Käufer den Vorteil, dass sie einen möglichen Lieferengpass oder eine Preissteigerung durch die Sicherung der Ware im Voraus ausschließen. Bei einem Finanztermingeschäft (Financial Futures) basieren die Futures auf abstrakten Finanzinstrumenten wie etwa Aktien oder Währungen.

Die Philosophie: Preistrends nutzen

Mit Termingeschäften können Managed Futures über alle Anlagemöglichkeiten hinweg Preisbewegungen auf den globalen Märkten nutzen. Dabei profitieren sie sowohl von positiven als auch negativen Preistrends. Diese können durch neue Marktinformationen, Veränderungen des ökonomischen Umfelds oder sogar nicht greifbare Faktoren wie Stimmungsumschwünge ausgelöst werden. Je signifikanter Wirtschaftsveränderungen sind, desto gleichgerichteter verhalten sich Investoren und desto ausgeprägter und profitabler sind die daraus resultierenden Trends. Hinter dieser Philosophie steht der Anspruch, in jeder Marktlage Gewinne zu erwirtschaften.

Anfänge schon in der Antike

Die Anfänge von Termingeschäften reichen bis in die Antike zurück. Zu dieser Zeit tätigten Phönizier und Römer angesichts einer unsicheren Welt in Zeiten des wirtschaftlichen Wandels erste frühzeitliche Termingeschäfte. Diese galten hauptsächlich der Seeversicherung überseeischer Schiffsladungen, aber auch anderer Ströme wichtiger Massenhandelsgüter wie beispielsweise Getreide. Konkret wurden die ersten Terminkontrakte auf Oliven 500 v. Chr. gehandelt. Die Motivation der Verkäufer war, sich gegen fallende Preise abzusichern, indem sie schon im Voraus den Preis der Oliven mit den Käufern vereinbarten. Die Warenabnehmer konnten sich dadurch gegen steigende Preise absichern, falls eine Ernte ausgefallen wäre. Somit entstanden auch die ersten Spekulationsgeschäfte.

Managed Futures in der Neuzeit:

17. Jahrhundert

Erste Terminbörse in Osaka, bekannt als „Dojima Rice Market“. Nachdem sie von der japanischen Regierung anerkannt wurde, firmierte sie unter dem Namen „cho-ai-mai“. Gehandelt wurde in erster Linie mit Terminprodukten auf Reis und Seide.

1848

Gründung der Chicago Board of Trade (CBOT), der ersten organisierten Terminbörse der USA. Diese verkörpert den Beginn der geregelten Terminmärkte. Termingeschäfte konnten nun in großem Volumen abgewickelt werden, weil es einheitliche Standards für Waren gab.

1948

Der Rohstoff-Futures-Händler Richard Davoud Donchian legte den ersten Managed-Futures-Fonds auf. Er leistete Pionierarbeit auf dem Gebiet des systematischen Wertpapierhandels und gründete 1948 Futures Inc. in Form einer Aktiengesellschaft. Dieses Unternehmen erlaubte erstmals eine gemeinschaftliche Anlage in Rohstoff-Futures – den Vorläufer der modernen Managed Futures Fonds. Donchian entwickelte zwei der bekanntesten mechanischen Handelssysteme der Vor-Computer Ära: Die "Weekly Rules", die einen 20-Tage-Preisausbruch als Signal benutzen, sowie das "Donchian 5/20-System", das unter anderem auf zwei einfachen gleitenden Durchschnitten von 5 und 20 Tagen basiert. Er ist Namensgeber für den technischen Indikator "Donchian-Kanal". Dabei handelt es sich um die Grenzlinien, die durch das höchste Hoch und das tiefste Tief der vergangenen 10 Tage gebildet werden. Durchbricht der aktuelle Kurs eine dieser beiden Linien, so wird das als Bestätigung für einen Auf- oder Abwärtstrend gesehen.

Die 1980er Jahre

Beginn des computergestützten Handels: Computer beschleunigen die weitere Entwicklung von Managed Futures. Die Analyse historischer Marktpreise wird eingesetzt, so dass Handelssignale durch Algorithmen ausgelöst werden konnten, die automatisch Kauf- und Verkaufssignale erzeugten. Im Zuge der Globalisierung führte die wachsende Nachfrage nach Preissicherungsinstrumenten ab Mitte der 80er Jahre zu einem exponentiellen Wachstum der Futures-Märkte. Infolge dessen wurden in Europa zahlreiche Terminbörsen gegründet. So nahm im Rahmen dieser Entwicklung in Deutschland auch die EUREX unter ihrem ursprünglichen Namen „Deutsche Terminbörse“ (DTB) im Januar 1990 ihre Geschäftstätigkeit auf.

Beispielhaft für ein bis heute erfolgreiches, computerbasierten Trendfolgesystem ist das Handelssystem AHL, das ebenfalls in dieser Zeit gegründet wurde. Es wurde 1987 nicht, wie zu vermuten wäre, von erfolgreichen Investmentbankern oder Fondsmanagern ins Leben gerufen, sondern von drei Physikern: Michael Adam, David Harding und Martin Lück (so entstand auch der Name des Handelssystems aus den Anfangsbuchstaben der Nachnamen: A – H – L). AHL wird seit über drei Jahrzehnten kontinuierlich optimiert, besitzt heute eines der erfahrensten und größten Research-Teams und gehört zu den weltweit größten und leistungsstärksten Trendfolgesystemen. Basis ist ein hoch entwickeltes Computersystem, das 24 Stunden am Tag, an 7 Tagen pro Woche, damit beschäftigt ist, Trends aufzuspüren. Dazu werden Auf- und Abwärtsbewegungen in über 750 Finanzinstrumenten weltweit analysiert. So können Investoren mit nur einer Investition an einer Vielfalt von Märkten teilhaben. Dabei können sie zum Beispiel von steigenden und fallenden Aktien und Anleihen genauso profitieren wie von steigenden und fallenden Rohstoffen, Währungen, Zinsen und Edelmetallen.

Managed Futures heute

Weltweit hat die Zahl und Vielfalt an Terminmärkten in den letzten Jahren stark zugenommen. So können Managed-Futures-Manager bei ihren Strategien noch breiter über Regionen und Anlageklassen diversifizieren. Dies basiert u. a. auf dem technischen Fortschritt, da heute mehr Daten denn je in kürzester Zeit verarbeitet werden.

Während zu Beginn des Computerhandels eher einfache Modelle der Charttechnik zum Einsatz kamen, wuchs die Leistungsfähigkeit der Handelssysteme analog mit denen der Computerindustrie und der elektronischen Vernetzung der Finanzmärkte. In den letzten rund 5 Jahren sind es gerade große Handelssysteme, die auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz arbeiten, da die Rechnerleistung inzwischen so stark ist, dass große Datenmengen quasi in Echtzeit analysiert und auch mit historischen Daten ins Verhältnis gebracht werden können.

 

Verwaltetes Vermögen der Managed Futures

Das Handelsvolumen betrug Ende 2019 laut Barclay Hedge über 318 Mrd. US-Dollar:

Quelle: www.barclayhedge.com, Stand: 31.12.2019

Rechtliche Hinweise: Diese Werbemitteilung stellt keine Anlageberatung dar. Grundlage für den Kauf sind die jeweils gültigen Verkaufsunterlagen, die ausführliche Hinweise zu den einzelnen mit der Anlage verbundenen Risiken enthalten. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Wertentwicklungen.

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